{"id":2161,"date":"2020-11-10T15:24:00","date_gmt":"2020-11-10T14:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ciao-rom.com\/stadtfuehrungen\/?p=2161"},"modified":"2020-11-09T10:41:15","modified_gmt":"2020-11-09T09:41:15","slug":"das-forum-boarium-in-rom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ciao-rom.com\/stadtfuehrungen\/das-forum-boarium-in-rom\/","title":{"rendered":"Das Forum Boarium in Rom"},"content":{"rendered":"<p>Das Forum Boarium, der <em>Rindermarkt<\/em>, liegt direkt am Tiber und zwar an der Stelle, an der sich in der Antike der Flusshafen befand. In der fr\u00fchen Zeit der Republik wurden die Nahrungsmittel direkt auf dem Forum Romanum verkauft. Als die Stadt Rom immer gr\u00f6\u00dfer wurde, entschloss man sich, am Tiber einen Hafen zu bauen, um dort die Nahrungsmittel direkt zu verkaufen. Am Standort des Hafens befand sich die Via Salaria, die Salzstra\u00dfe, die ins Landesinnere f\u00fchrte, sodass dieser Ort f\u00fcr einen Marktplatz besonders gut geeignet war. Die Nahrungsmittel konnten per Schiff und Pferdewagen \u00fcberall hintransportiert werden. An diesem, heute sehr verkehrsreichen Platz, gab es zwei Tempel und einen Altar, der Herkules geweiht war. Erstaunlich ist, dass beide Tempel noch aus der Zeit vor Christus stammen, was in Rom ja recht selten ist, da es im Laufe der Jahrhunderte unz\u00e4hlige Br\u00e4nde gab.<!--more--><\/p>\n<p>Der runde Tempel wird aufgrund seiner Form oft als Vestatempel bezeichnet. Wir wissen aber heute, dass er Herkules geweiht war, der u. a. auch als Schutzgott des Handels verehrt wurde. Es handelt sich hier um den ersten Marmortempel in Rom, denn die \u00d6lh\u00e4ndler waren seinerzeit extrem verm\u00f6gend, sodass sie einen Tempel aus edlem Material erbauen lie\u00dfen. Direkt daneben steht ein kleinerer rechteckiger Tempel aus Tuffstein, dem Hafengott Portunus geweiht. Beide Tempel sind, weil man sie im Mittelalter in Kirchen umwandelte, hervorragend erhalten, obwohl sie mehr als 2000 Jahre alt sind.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber dem Herkulesaltar entstand die Kirche Santa Maria in Cosmedin mit einem besonders sch\u00f6nen mittelalterlichen Campanile (Glockenturm). Ber\u00fchmt ist der Mund der Wahrheit, la Bocca della Verit\u00e0, der in der Eingangshalle zu sehen ist. Dabei handelt es sich um eine 1,6 Meter runde Marmorplatte, die urspr\u00fcnglich als Kanaldeckel der Cloaca Maxima diente. Die Cloaca Maxima war ein Entw\u00e4sserungskanal auf dem Forum Romanum, errichtet vor etwa 2500 Jahren. Die Marmorplatte hat die Form eines Gesichtes. Viele kennen den Brauch, dass man die Hand in den Mund halten muss. Sollte man gelogen haben, w\u00fcrde die Hand abgehackt. Dies soll tats\u00e4chlich im Mittelalter passiert sein. Eifers\u00fcchtige Ehem\u00e4nner brachten ihre Frauen zum Mund der Wahrheit, und hinter der Marmorplatte sa\u00df ein Richter, der die Hand abhackte, sobald die Frau die Hand in den Mund hielt.<\/p>\n<p><small>Foto: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/carolemage\/\">Carole Raddato<\/a> | <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\/\">Some rights reserved<\/a><\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Forum Boarium, der Rindermarkt, liegt direkt am Tiber und zwar an der Stelle, an der sich in der Antike der Flusshafen befand. In der fr\u00fchen Zeit der Republik wurden die Nahrungsmittel direkt auf dem Forum Romanum verkauft. 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