Allgemeine Informationen zum Vatikan

Mit einer Fläche von 44 bzw. 50 Hektar gilt der Vatikanstaat als der kleinste Staat der Welt. Die unterschiedlichen Angaben hängen damit zusammen, dass es sehr viele Kirchen und Gebäude in Rom gibt, die zum Vatikanstaat gehören, aber extraterritorial sind, so z.B. die Botschaften. Um den zentralen Vatikanstaat zu Fuß zu umlaufen, braucht man etwa eine Stunde.

Der Vatikan ist ein unabhängiger Staat mit eigenen Ministerien, eigenen Botschaften und eigener Rechtssprechung. Der Staat selbst hat weniger als tausend Bürger, aber ca. zweitausendfünfhundert Gastarbeiter, sprich Italiener, die in Rom wohnen, aber im Vatikan arbeiten: Gärtner, Handwerker, Stadtführer…

Der Vatikan ist kein freizugänglicher Staat, als Tourist kann man nur vier Dinge besichtigen: die Peterskirche, die Vatikanischen Museen (wobei die berühmte Sixtinische Kapelle Teil der Museen ist) und die Vatikanischen Gärten, wo man allerdings an einer offiziellen Führung teilnehmen muß. Außerdem gibt es vormittags die Möglichkeit, den Campo Santo Teutonico zu besuchen, den Friedhof der deutschsprachigen Pilger.

Zweimal in der Woche kann man auch den Papst live erleben: Mittwochvormittags gibt es auf dem Petersplatz oder in der Audienzhalle die große öffentliche Papstaudienz, wo der Papst mit seinem Papamobil auf dem Petersplatz alle Besucher begrüßt. Hierfür benötigt man kostenlose Eintrittskarten, die man am besten beim deutschen Pilgerbüro vorbestellt (dieses befindet sich gegenüber der Engelsburg – ca. 20 Minuten vom Petersplatz entfernt). Sonntags spricht der Papst um 12.00 Uhr das Angelusgebet vom Apostolischen Palast aus, sodass die Pilger auf dem Petersplatz ihn sehen können. Hierzu benötigt man keine Eintrittskarten.

Das berühmte Urbi et Orbi, den Segen für die Stadt und den Erdkreis, spendet der Papst immer am ersten Weihnachtsfeiertag und am Ostersonntag vom zentralen Benediktionsbalkon an der Fassade der Peterskirche. Dies ist für alle Pilger immer ein großes Ereignis. Aber der Petersplatz von Gian Lorenzo Bernini ist so gewaltig groß, dass alle Gäste Platz finden.

Wichtig ist, dass man die Kleidervorschriften beachtet: Schultern müssen bedeckt sein, und Kleider/ Hosen müssen bis zum Knie gehen.
Außerdem passiert man immer wieder Sicherheitskontrollen, d.h. bitte, keine Taschenmesser oder Gegenstände aus Glas mitnehmen. Es gibt keine Gepäckaufbewahrung, man muß alles vor den Augen der Polizei in den Mülleimer werfen.

Bitte beachten Sie auch die Allgemeinen Informationen zu meinen Führungen (Info+).

Foto: Marg | Some rights reserved

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