Überblick über die römische Geschichte der Antike

Aus allen Büchern kennen wir das berühmte Gründungsdatum Roms 753 vor Christus. Allerdings haben wir inzwischen deutlich ältere Spuren gefunden und müssen fast jedes Jahr weiter zurückdatieren, sodass wir heute sagen können, dass die römische Geschichte sicher mehr als 3000 Jahre alt ist. In diesem Artikel gebe ich nur grobe Daten in Jahrhunderten an, sodass man einen besseren Überblick bekommt. „Überblick über die römische Geschichte der Antike“ weiterlesen

Die Piazza del Popolo

Piazza del Popolo Rom

Die Piazza del Popolo ist der nördlichste Platz des römischen Zentrums und liegt direkt an der antiken aurelianischen Stadtmauer. Alle Reisenden aus Nord- und Mitteleuropa betraten in den vergangenen Jahrhunderten hier zum ersten Mal römischen Boden, denn hier endete und endet auch heute noch die antike Konsularstraße, die Via Flaminia, die Rom mit Mitteleuropa verband. Auch Goethe und Luther sind hier in Rom angekommen.

Dieser Platz ist einer der wenigen großen Plätze von Rom und wir finden hier Zeugnisse aus allen Jahrtausenden. Das älteste Monument ist sicher der original ägyptische Obelisk, der ursprünglich auf dem Circus Maximus stand. Aus der römischen Antike stammt die aurelianische Stadtmauer, mehr als 1700 Jahre alt. Mit ihren 18 Kilometern Länge gilt sie als die längste und besterhaltenste Stadtmauer der römischen Antike.

Im Mittelalter war dieser Platz nicht bebaut, da Rom gerade noch 40.000 Einwohner hatte. Erst im 15. Jahrhundert entstand eine der interessantesten Kirchen von Rom, die Santa Maria del Popolo. Daher stammt auch der Name des Platzes. In der Santa Maria del Popolo finden wir einige Meisterwerke der Kunst: die Capella Chigi, von Raffael entworfen und zwei Altarbilder von Caravaggio, dem berühmten Barockmaler. Zu dieser Kirche gehört ein Augustinerkloster, und obwohl wir keine gesicherten Quellen haben, gehen wir davon aus, daß Luther sich während seines Romaufenthaltes hier aufgehalten hat.

Auch in der Barockzeit im 17. Jahrhundert gab es Veränderungen: Der berühmte Barockkünstler Gian Lorenzo Bernini dekorierte die Porta del Popolo, das Stadttor, für die Ankunft von Cristina von Schweden, der protestantischen Königin, die zum katholischen Glauben konvertierte. Gegenüber entwarf Bernini zwei weitere Marienkirchen.

Aber den heutigen großzügigen Charakter erhielt der Platz erst vor etwa 200 Jahren zur Zeit des Klassizismus. Der Architekt war Giuseppe Valadier. Was hat er gemacht? Er hat eine terrassenförmige Anlage entworfen, die hoch zum Park der Villa Borghese führt. Nach einem etwas beschwerlichen Aufstieg hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt bis hin zur Kuppel von St. Peter. Im Klassizismus musste die Architektur symetrisch und harmonisch sein, deshalb errichtete er gegenüber eine kleine Anhöhe und dekorierte sie mit dem Neptunsbrunnen. Außerdem stammen die drei Eckgebäude von ihm, an der vierten Ecke befindet sich die bereits erwänte Kirche Santa Maria del Popolo.

Auf diesem Platz feiern die Römer oft ihre großen Feste, u.a. auch die Sylvesterparty mit wunderbarem Feuerwerk. Aber der Platz wird auch für Demonstrationen genutzt, weil er Platz für einige tausend Menschen bietet.

Foto: Nacho Aragón Mora | Public domain

San Giovanni in Laterano

San Giovanni in Laterano Rom

Die Kirche San Giovanni in Laterano gehört, zusammen mit der Peterskirche, San Paolo fuori le mura und Santa Maria Maggiore zu den vier päpstlichen Basiliken Roms. San Giovanni gilt als die älteste Kirche der Welt, man hat mit dem ersten Bau begonnen, als die Christen noch offiziell verfolgt wurden, also zu Beginn des 4. Jahrhunderts n. Chr. Die Kirche war zunächst Christus, dem Salvator geweiht. Der Name San Giovanni kam erst im Mittelalter hinzu, weil ein Papst die beiden Johannes (Johannes der Evangelist und Johannes der Täufer) sehr verehrte. Der Name Laterano stammt von der antiken römischen Familie der Plauzi Laterani, denen das Grundstück gehörte, auf dem heute die Kirche steht. „San Giovanni in Laterano“ weiterlesen

Campo de‘ Fiori

Campo de Fiori Rom

Der Campo de‘ Fiori ist einer der typischsten Plätze von Rom. Wenn wir den Namen übersetzen, bedeutet er Blumenfeld. Viele meiner Gäste denken, dass die Bezeichnung von den Blumenhändlern stammen, die hier täglich wunderbare Blumen und Pflanzen anbieten. Aber dem ist nicht so. In der Antike gab es an der östlichen Seite des Platzes ein Theater von Pompeius, der eine Geliebte namens Flora hatte, vielleicht stammt daher der Name „Fiori“. Eine weitere Theorie besteht darin, dass dieser Platz erst im 15. Jahrhundert bebaut wurde, früher befand sich hier nur eine Blumenwiese, von der der Name stammen könnte. „Campo de‘ Fiori“ weiterlesen

Die Galleria Borghese

Galleria Borghese Rom

Der Besuch der Galleria Borghese ist für jeden Kunstliebhaber Pflicht, denn die Galleria Borghese gehört zu den schönsten Kunstsammlungen alter Meister. Die Sammlung entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts, als Papst Paul V. aus der Familie der Borghese zum Papst gewählt wurde und seinem jüngsten Neffen, Scipione Borghese, ein großes Landgebiet direkt an der antiken Stadtmauer schenkte. Scipione ließ sich hier von Flaminio Ponzio eine wunderbare Villa errichten. Da er Kunstliebhaber war, sammelte er eine Fülle von Gemälden und Skulpturen der Renaissance- und Barockepoche. Auf zwei Stockwerken finden wir Meisterwerke von Raffael, Tizian, Veronese, Canova und Rubens. „Die Galleria Borghese“ weiterlesen

Die Sixtinische Kapelle

Einer der Höhepunkte bei einem Besuch der Vatikanischen Museen ist sicher die Sixtinische Kapelle. Die Sixtinische Kapelle ist Teil der Vatikanischen Museen und kann nicht gesondert besichtigt werden. Die Kapelle wurde von Papst Sixtus IV. im 15. Jahrhundert als private Betkapelle errichtet. Daher stammt auch der Name „Sixtinische Kapelle“. Sie ist aus zwei Gründen berühmt: Hier wird der neue Papst gewählt, d.h. ist ein Papst gestorben oder zurückgetreten, dann versammeln sich hier die Kardinäle und wählen einen neuen Papst. In dieser Zeit dürfen sie keinen Kontakt zur Außenwelt haben, deshalb nennt man die Wahl auch „Konklave“, wörtlich übersetzt: Mit dem Schlüssel eingeschlossen. Die Wahlzettel werden in einem für den Anlass aufgestellten Ofen verbrannt und die Gläubigen auf dem Petersplatz sehen den berühmten weißen Rauch aufsteigen, das Zeichen „habemus papam“, wir haben einen (neuen) Papst. „Die Sixtinische Kapelle“ weiterlesen

Das Kapitol

Kapitol in Rom

Der Kapitolshügel zählt zu den sieben Hügeln Roms, ist aber sicher der bedeutendste von Rom, denn hier treffen wir auf über 3000 Jahre Geschichte. Hier haben wir einige der ältesten Spuren menschlicher Ansiedlungen gefunden. Im 6. Jahrhundert v. Chr. begann man mit dem Bau der ersten Tempel von Rom, die den drei kapitolinischen Göttern Jupiter, Juno und Minerva geweiht waren. Imposante Reste kann man noch besichtigen. Hier befand sich auch das Tabularium, das Staatsarchiv, wo alle wichtigen Verträge und Gesetze aufbewahrt wurden. Vom Tabularium hat man einen unbeschreiblichen Blick auf das Forum Romanum. „Das Kapitol“ weiterlesen

Das Forum Romanum

Das Forum Romanum

Das Forum Romanum ist – zusammen mit dem Kolosseum – sicher die wichtigste antike Stätte in Rom. Vor 2600 Jahren war das Forum Romanum zunächst nur ein langes, schmales, sumpfiges Tal zwischen drei Hügeln: Palatin, Caelium und Quirinal. Die wenigen Menschen lebten auf diesen Hügeln. Dann entschied man sich, das Tal mit Hilfe der berühmten Cloaca Maxima trockenzulegen, ein reiner Regenwasserkanal (kein Schmutzwasser), der quer über das Forum führt und hinter dem Kapitolshügel in den Tiber mündet. Diese Trockenlegung war fundamental, denn erst jetzt konnten die Menschen unproblematisch Kontakt zueinander aufnehmen, miteinander handeln, sich zusammenschließen und sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte immer weiter ausdehnen. „Das Forum Romanum“ weiterlesen

Die Caracallathermen

Berühmt in der römisch-antiken Architektur waren die großen, öffentlichen Thermenanlagen. Die größten Thermen waren die Diokletiansthermen gegenüber dem heutigen Hauptbahnhof, der deshalb auch Stazione Termini – die Station der Thermen – genannt wird.

Bekannter sind aber die Caracallathermen hinter dem Circus Maximus. Sie wurden vor ca. 1800 Jahren im Auftrag des berühmt-berüchtigten Kaisers Caracalla errichtet. Caracalla war einer der brutalsten Kaiser in der römischen Antike; er ließ sogar seinen Bruder Geta ermorden. „Die Caracallathermen“ weiterlesen

Die Cosmaten in Rom

Cosmaten in Rom

Wer Rom bereits besucht hat, kennt sicher das eine oder andere Kunstwerk der Cosmaten. Die Cosmaten waren eine Großfamilie, die in Rom im späten Mittelalter lebte. Viele von ihnen hatten den Vornamen Cosmas, daher stammt der Begriff Cosmaten. Die Cosmaten werden nicht unbedingt als Künstler angesehen, sondern eher als Kunsthandwerker. Was haben sie hergestellt? Sie haben verschiedenfarbige Steine (Porphyr – rot, Serpentin – grün etc.) in kleinere Stücke geschnitten und zu geometrischen Motiven zusammengesetzt. „Die Cosmaten in Rom“ weiterlesen